Feldhecke mit Schlehen an der Schwar zen Elster.
Wallhecke bzw. Gehölz an der M ittleren Elb e.
Gehölze sind Baum- und Strauchb estä nde, in denen es weg en Kleinflächigkeit nicht zu Verhältn issen der Wälder kommt. Insbesondere nicht zur Bild ung ei nes Waldinnen-Klimas.Gehölze könne n sehr u nterschiedlich se in. Nur a us Sträuc hern bestehen d, nur a us Bäum en beste- hend oder aus beidem. Sie folgen oft linearen Strukturen w ie Wegen oder Gräben. In den Agrar-Steppen können sie vereinzelt auc h flächigen Char akter ha ben u nd si nd dann als Feldgehölze geschützt . Im Biotop-Verbund stellen Gehölze ein tragendes Element dar. Schon in den 1920er Jahren war die Wichtigkeit dieser Strukturen bekannt, hieß damals aber nicht B iotopverbund, sondern Landschaftsverschönerung. Staunen bei heut igen Landschafts-Planern über dama l ige Biotopverb und-Strukturen! Nachdem in den 1960er bis 1980er Jahren im Rahm en von Flurbereinigung Heck en und Gehölze massiv beseit igt wu rden, we rden sie heute wieder gepflanzt. Nicht nur aus Gr ünden des Naturschutzes, s onder n auch der Gefahr enabwehr. Staubstürme bei Trockenheit und Schlammlawinen bei Nässe sind zwei Auswirkunge n, di e Aufseh en erregt haben. In Agrarlandschaften ist die Neu-Begründung von Gehölzen eine komplizierte Angelegenheit. Pflugsohlenverdichtung heißt eine steinharte Bodenschicht in etw a 80cm Tiefe unter den Feldern. Sie trennt die obere Bodenkrume vom Unterboden und ist eine unheilvolle Auswirkung schwerer Traktoren. Die erwähnten Staubstürme und Schlammlawinen sind auch Auswirkung der Verdichtung. Will man nun Gehölze pf lanze n, so wachsen sie zunächst gut. Gel ange n die Wu rzeln a ber an di e Ver-dichtung, die sie nicht zu durchdringen vermögen, so sterben sie ab. In Abhängigkeit der verwende-ten Gehölze liegt der Anwuchs-Erfolg im Mit tel nur bei etwa 30%, stellenweise unter 5%. Als Retter bei schwierigen Verhältnissen hat sich der Feld-Ahorn erwiesen. Sein Anwuchs-Erfolg liegt fast immer üb er 70 %.
Gehölze