Bilder-Welt.net Vom Motiv zum Bild

Vom Motiv zum Bild


Eine Kette ist immer so stark wie das schwächste Glied. Diese „Binsenweisheit“ gilt für die Fotografie ebenso wie für vieles Andere. Eine Nachlässigkeit oder ein unperfektes Gerät auf dem Weg zum Bild genügt, um das Endergebnis zu verderben.
Am Anfang steht die Optik. Das Auge der Kamera ist der Schlüssel zu Schärfe und Kontrast. Nur allerbeste Optik kann hervorstechende Bildergebnisse liefern. Für diese Aufnahmen kam Optik vom Hersteller TAMRON zum Einsatz, Spitzentechnologie zu gerade noch erschwinglichen Preisen.
Wichtigstes sonstiges Zubehör für die Aufnahmen sind flexible und dabei standfeste Stative (BENBO, UNILOC, PENTACON, MANFROTTO) und für die Beleuchtung in Innenräumen oder bei ungenügendem Licht auch draußen leistungsstarke Blitzlichter (METZ, SUNPAC). Lichtfilter sind seit der digitalen Bildbearbeitung in der Bedeutung gesunken, nur wenige haben Wirkungen, die digital nicht erzeugt werden können (POL, CFE, diverse Effekte).
Zwischenergebnis auf dem Weg zum Bild sind Dias. Nur die besten kommen in das Gerät zur Digitalisierung, den Filmscanner.
Weil dem Filmscanner eine ähnliche Schlüsselstellung zuteil wird wie der Optik, kann nur Spitzentechnologie weiter führen. Das Gerät der Wahl ist hier der NIKON V ED. Mit den Bild-Optimierungsverfahren ADVANCED ICE 4 und der getrennten (!) Erfassung von Lichtern und Schatten lässt er keine Wünsche offen und liefert Bilddateien, die für die Weiterverarbeitung absolut ideal sind. Diese Weiterverarbeitung geschieht mit einem betagten Programm, das jedoch auch heute noch voll auf dem Stand der Zeit ist: ADOBE PHOTO de LUXE. Am Ende der Nachbearbeitung stehen druckfertige Bilddateien.
Für den Ausdruck nehme ich die Leistungen zweier guter Repro-Betriebe in Anspruch. 40000€-Superdrucker bringt die Bilder zu Papier – scharf, kontrastreich und glatt. Damit ist aber immer noch nicht das Ende erreicht: Zuletzt werden die Bilder noch einlaminiert, wiederum mit Spitzentechnologie (GBC 1200). Durch das Laminieren, welches mit billigen Geräten nicht überzeugend gelingt, erhalten die Bilder einen nicht zu unterschätzenden Qualitäts-Zuwachs. Besonders die Wiedergabe der Kontraste wird gesteigert. Natürlich erhält man auch die „normalen“ Vorteile, nämlich mechanisch feste Bilder, denen Feuchtigkeit und Schmutz nichts anhaben kann und eine insgesamt werthaftere Anmutung.

Sie sehen – vieles muss zusammen kommen, wenn besondere Bilder entstehen sollen: Kenntnis vom Vorhandensein der Motive in der Landschaft, perfekter Umgang mit der Technik und Kenntnis technischer Details, um die richtigen Geräte anzuschaffen. Weiterhin der fotografische „Blick“ zum Finden der Motive und die mentale Ruhe, alles bis zur Perfektion einzurichten. Für Aufnahmen von winzigen Blüten können durchaus drei Stunden vergehen, bis der Auslöser gedrückt wird! Und auch für das Finden des genau richtigen Blickwinkels auf die Landschaft geht mitunter viel Zeit dahin.
Die technische Herangehensweise ist eine Mischung von analog und digital, jeweils die Stärken beider nutzend. Noch können reine Digi-Bilder da nicht mithalten. Nicht nur bei der Auflösung „klemmt“ es, sondern besonders bei der Gradation und der Unterdrückung von Bild-Störungen. Sicherlich werden auch die Digi-Kameras noch erwachsen und das Analog-Verfahren qualitativ einholen, derzeit sind sie jedoch davon noch ziemlich weit entfernt.