Braunroter SitterBrenndoldenwiese im Tal der Kremitz
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Breitblättriges Knabenkraut |
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Preis ab:
EUR 48,00
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Das Breitblättrige Knabenkraut zählt zu den Orchideengewächsen. Es war bis vor ~50 Jahren eine der häufigsten Feuchtwiesen-Orchideen, die alljährlich mit ihren satt gefärbten Blüten die Wiesen schmückten. Angesichts der Häufigkeit taucht sie in botanischen Erfassungen jener Zeit kaum auf, da die Botaniker ihre Aufmerksamkeit selteneren Arten schenkten. Inzwischen sind die Bestände bis auf geringe Reste geschrumpft und die Art befindet sich weiterhin in freiem Fall! Als Art feuchter Wiesen und nährstoffarmer Moore findet sie kaum noch irgendwo zusagende Lebensräume. Die Wiesen sind entweder in Intensiv-Grasland umgewandelt oder werden nicht mehr bewirtschaftet, was rasch zur Verkrautung führt. Moore mit Eignung für diese Orchidee sind schon lange entwässert, nur noch ganz selten finden sich Reste. Weil die wenigen verbliebenen Bestände untereinander nicht mehr in Kontakt stehen, droht ein weiterer Schwund durch Inzucht. Speziell in der Region Anhalt gibt es kaum noch reinrassige Bestände, da sich das Breitblättrige Knabenkraut mit dem Fuchs-Knabenkraut kreuzt. Diese Aufnahme zeigt den Blütenstand eines noch weitgehend reinrassigen Exemplars. Aufgenommen im Oßnitztalmoor bei Zahna. Den schon arg geschrumpften Bestand hat die Wiedervernässung durch eine Biber-Ansiedlung belebt. Die Biber haben den Wasserstand gehoben und die überhand nehmenden Weidengebüsche zurückgedrängt. Die Orchideen haben diese plötzlichen paradiesischen Bedingungen mit einer enormen Zunahme gedankt. Inzwischen ist die Biber-Familie vertrieben und der Damm eingerissen, weil ~0,5ha Intensiv-Grasland vernässt waren. So lange Derartiges noch geschieht, ohne dass ein allgemeiner Aufschrei der Empörung die Verantwortlichen erzittern lässt, sieht es dunkel aus für die Reste der heimatlichen Natur. |
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