Bach-Auenwald im „Grützmühlmoor“ bei WittenbergBlauer Gauchheil
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Baumfrevel im Naturpark Fläming |
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Preis ab:
EUR 48,00
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Abgesägt und liegengelassen – so verrotten sie langsam vor sich hin, die Stämme der stolzen Baumriesen. Dass derart alte Bäume ein wirtschaftlich kaum noch verwertbares Holz liefern, hätte der Forstwirt eigentlich wissen müssen. Diese Bäume hatten vielfältige Funktionen und hätten niemals gefällt werden dürfen. Sie waren eine strukturgebende Zierde des Waldes, Lebensraum für Höhlenbrüter und Fledermäuse sowie holzbewohnende Insekten wie z.B. den Hirschkäfer. Und sie waren ein äusserst seltenes Gut. Im Hintergrund des Bildes, aufgenommen am Rand der Reudener Buchen im Landkreis Bitterfeld-Anhalt, steht der Forst, der nur allzu gern anstelle naturnaher Wälder angepflanzt wird: Nadelholz aus weder standortgemäßen noch gebietstypischen Baumarten wie Lärche und Fichte. Allein darauf ausgerichtet, möglichst bald zur Holzernte zu kommen, auch wenn die Qualität nicht stimmt. Zwischen dem wirklichen Alter der verschiedenen Baumarten und deren Lebenserwartung im Forst klafft eine lange Lücke: bei der Buche 230 Jahre, da sie nach 120 Jahren geerntet wird, aber eigentlich 350 Jahre erreicht; bei der Eiche 700 Jahre, da sie nach 200 Jahren geerntet wird, aber stattliche 900 Jahre erreicht; bei der Kiefer 400 Jahre, da sie nach 100 Jahren hiebreif ist, jedoch stolze 500 Jahre erreichen könnte. In der Vergangenheit wurden immer einige Bäume ausgesucht, die man erhalten und der natürlichen Alterung überlassen wollte. Andere Zeiten, schändliche Sitten: nun liegen sie hier am Wegesrand, durch Dummheit und Ignoranz sinnlos gestorben. |
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