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Wiesen-SchwertlilieWinter an den Zeterklippen im Oberharz

Wildverbiss
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Wildverbiss

Preis ab: EUR 48,00

Schärfe: *** hart - Auflösung: 5398 x 3546
Struktur: *** fein - Preisgruppe: 1
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An verschiedenen Stellen im Wald begegnet man Bäumchen oder Hecken, die von einem Gärtner ordentlich in Form geschnitten zu sein scheinen. Tatsächlich haben diese Bäumchen aber niemals eine Schere zu spüren bekommen, wohl aber die scharfen Zähne des Wildes, insbesondere des Reh- und Dammwildes.
Als „German Problem“ wurde der Wildverbiss durch stark überhöhte Wildbestände schon in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts als Kardinalproblem deutscher Forstwirtschaft beschrieben. Damals waren jedoch die Wildbestände noch nicht annähernd so hoch wie derzeit. Und das äußert sich zunehmend in Problemen, die nicht auf Wald und Flur begrenzt bleiben: vom Schwarzwild umgegrabene Friedhöfe, Sportplätze und Hausgärten, Wildschwein-Angriffe auf Passanten am hellerlichten Tag inmitten großer Städte, massenhaft Wildunfälle mit oft tragischem Ausgang und enorme Ernteausfälle, so dass teils schon Elektrozäune um Äcker gezogen werden müssen. Im Fläming gibt es Dörfer, die sich mit hohen Maschen- und Stacheldraht-Zäunen vor den gefräßigen Tieren zu schützen versuchen. Hier spazieren die Dammhirsche auf der Straße und gehen nur noch widerwillig und betont langsam den Autos aus dem Weg – von Scheu keine Spur!
Dass auch die Pflanzenwelt unter derart hohen Wildbeständen leidet, wird höchstens als Randerscheinung registriert. Es gibt kaum noch Baum-Nachwuchs auf nicht gegatterten Flächen. Mehrere Orchideenarten sterben aus, weil die schmackhaften Samenkapseln abgefressen werden, ehe sie reif sind. Verbiss-Rate bei Epipactis atrorubens (Braunrote Sitter) in der Dübener Heide ~98%, das reicht, um die Art auszumerzen. Feuchtgebiete werden vom Schwarzwild grundhaft verwüstet und sind für Jahrzehnte beeinträchtigt.
Eigentlich liegt es in unser allem Interesse, dass die Wildbestände auf ein verträgliches Maß reduziert werden, auch und ganz besonders im Interesse der Land- und Forstwirtschaft. Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein Volk dieses Problem nicht löst!



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